Serien-&Filmtipps

Filmtipp: „The Breakfast Club“

„And these children
that you spit on
as they try to change their worlds
are immune to your consultations.
They´re quite aware
of what they´re going through.“

David Bowie

Wer seine Teenagerjahre in den 80ern verbracht oder sich intensiver mit diesem Jahrzehnt auseinandergesetzt hat, der kam unter keinen Umständen an „The Breakfast Club“, einem 1985 erschienenen Jugendfilm, vorbei.

Ich kann nicht sagen, wie oft ich ihn gesehen habe. Wenn ich „Don’t You“ von den Simple Minds höre, dann spüre ich immer noch diese Freiheit, das Wilde, das Gefühl, dass alles möglich ist. Die Welt lag so verheißungsvoll und voller zukünftiger Abenteuer vor mir.

Der Inhalt ist schnell erzählt:
An einer Highschool in Illinois müssen fünf Schüler zum Nachsitzen antreten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Sie werden dazu verdammt, acht Stunden in der Bibliothek zu verbringen und einen Aufsatz darüber zu schreiben, wer sie sind.
Die Truppe besteht aus dem obligatorischen Nerd, dem Rebellen, der introvertierten Außenseiterin, der Prinzessin und dem Sport-Ass. Im Alltag haben diese Menschen nichts miteinander zu tun. Keiner von ihnen würde sich mit dem anderen abgeben – sei es aus Gründen der Imagepflege, wegen unterschiedlicher sozialer Schichten oder weil Unmengen von Vorurteilen im Raum stehen. Anfangs wissen die fünf dementsprechend nichts miteinander anzufangen. Durch gegenseitige Provokation, Streit und einen Joint kommen sie sich jedoch allmählich näher. Gemeinsam lehnen sie sich gegen die Autorität in Form des heillos überforderten Lehrers auf – und das unglaublich sympathisch. Die sich selbst erhöhende Obrigkeit spielt eindeutig die Nebenrolle in diesem Drama.
Am Ende haben die Protagonisten viel über die anderen erfahren – und über sich selbst gelernt.

Ich erinnere mich, dass ich in jedem von ihnen einen Teil von mir selbst entdecken konnte. Damals war mir nicht klar, dass das nichts Ungewöhnliches ist.
Aus heutiger Sicht halte ich „The Breakfast Club“ für einen der besten Filme dieser Art. Er versteht es hervorragend, die verschiedenen Teilpersönlichkeiten, die in uns wohnen, agieren zu lassen. Er verleiht den Konflikten, die jene Teilpersönlichkeiten untereinander austragen, Sichtbarkeit und veranschaulicht das damit einhergehende innere Chaos. Trotzdem zeigt „The Breakfast Club“, dass es möglich ist, einen Konsens zu finden, sie alle an einen Tisch zu setzen. Eine schöne Botschaft, wie ich finde, denn im besten Fall nimmt die Liebe zwischen ihnen Platz …

Fotoquelle: Amazon.de

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