Gedankensplitter

Sommerabend

Die Sommernacht ist warm und erinnert an die Ferien von früher, als Spannung in der Luft lag, wenn man vom Freibad nach Hause kam und die Zeit zwischen Abendbrot und Rummelplatz zu überbrücken versuchte. Heute ist die Spannung eine andere, ein wenig abgeklärter und gemächlicher … aber trotzdem irgendwie magisch.

Das Zirpen der Grillen mischt sich mit dem steten Laut des Rasensprengers. In der Nacht wirken die Geräusche intensiver. Der Garten, den man schon so lange kennt, ist mittlerweile natürlich verwachsen. Die grünen Bäume – tagsüber dem Auge eine Wohltat – wirken als graue Silhouetten mystisch; vielleicht verschlossener und geheimnisvoller, weil man nicht bis zum Ende des Gartens sehen kann, dafür aber heimelig und beschützend.

Es riecht unfassbar gut. Der Abendkühle ist es gelungen, die Hitze ein wenig zu mildern, sodass die Blütenköpfe wieder einen Blick nach draußen wagen. Und die Luft – vom feuchten Gras erfrischt – erfreut beim Einatmen.

Leichter Dampf steigt vom Wasser empor, das Licht der Veranda taucht die Szenerie in ein weiches Gelb, Schatten und Licht tanzen zum Lied der Grillen über Bäume und Sträucher.

Zwei Körper, berührend verletzlich in ihrer Nacktheit, steigen ins Wasser und lehnen sich als erstes zurück, um die Atmosphäre zu verinnerlichen. Ihre Hände finden sich unter der Wasseroberfläche …

3 Kommentare zu „Sommerabend

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