Sehnsucht nach uns selbst

„Sehnsüchtig grüßt der, der ich bin, den, der ich gerne sein möchte.“ (Soren Kierkegaard)

Wir scheinen uns nicht erreichen zu können, sind uns selbst fern, abgenabelt von der Selbstliebe. War es einmal so, dass wir uns selbst genügten und einen anderen Menschen als ledigliche Bereicherung empfanden? Wir sind so abhängig von der Liebe und der Aufmerksamkeit anderer, dass wir uns selbst aus den Augen verlieren, uns nicht die sein trauen, die wir sind, zu groß die Gefahr, anzuecken oder noch schlimmeres riskieren, wie etwa verlassen zu werden.

Tief ins uns schlummert dieser fantastische Wesenskern, den wir Seele nennen, der uns zu Individuen macht, der es uns ermöglichen würde, alles zu sein. Der Werkzeug wäre für ein großartiges Modell, das einzige, das es in der Form im ganzen Universum gibt.

Und doch sind die Kirschen in Nachbars Garten immer süßer, erscheint uns das, was andere ausmacht, schillernder, begehrenswerter, und damit meinen wir nicht nur das Offensichtliche. Wir sind Meister darin, uns selbst klein zu machen.

Suchen wir uns doch. Hören wir auf, nach sinnlosen Zielen zu streben. Stellen wir uns nur einen Augenblick vor, wir dürften uns in uns selbst verlieben. Schmetterlinge im Bauch haben, weil wir uns jeden Morgen aufs Neue begegnen mit dem Gefühl, genug zu sein.

Dadurch würden wir Welten öffnen…

4 Gedanken zu “Sehnsucht nach uns selbst

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