Eigentlich löst das Wort „Challenge“ eine gewisse Unruhe in mir aus. Es klingt ein wenig anstrengend, nach Wettkampf und Disziplin. Wobei ich Disziplin eigentlich für eine Tugend halte. Nun habe ich mich aber doch von einer packen lassen, weil ich einfach zu angetan und neugierig war, ob die Sache hält, was sie verspricht.
Ich habe schon einmal einen Beitrag über die Vorteile des Trampolins geschrieben, doch bislang habe ich es vielleicht dreimal die Woche benutzt, mit richtigem Sprungtraining. Jetzt stieß ich durch Zufall auf ein Video, das über das sogenannte „Health Bouncing“ und dessen positive Auswirkungen auf verschiedene Bereiche des Körpers berichtete. Dabei schwingt man nur, die Fußsohlen verlassen die Sprungmatte zu keinem Zeitpunkt. Ein paar Daten gefällig?
Zehn Minuten auf dem Trampolin entsprechen ungefähr dreißig Minuten einer anderen Ausdauersportart. Laut einer Nasa-Studie erreicht man die dreifache Erdanziehung bei jedem Sprung oder Schwung, was sich positiv auf unsere Knochendichte auswirkt. Zusätzlich trainiert man seine Balance, was im Alter ein Thema sein kann, Stichwort: Sturzprophylaxe. Nach zwanzig Minuten kommt es außerdem zu einer Reduktion von Cortisol, dem Stresshormon, und ganz nebenbei wirkt das „Health Bouncing“ wie eine Lymphdrainage für den gesamten Körper, was zum Abbau von Schwellungen in den Beinen, im Gesicht und sogar in der Körpermitte führen kann. Das kann ich übrigens bestätigen, denn das war der Effekt, der am schnellsten sichtbar und vor allem spürbar war. Ich hatte nicht mehr das Bedürfnis, einen Hosenknopf zu öffnen, wenn ich mal gut gegessen hatte.
Viele glauben an den Effekt der Sit-ups, um einen flachen Bauch zu bekommen. Tatsächlich kommt man viszeralem Fett allerdings eher mit einer Drainage bei, denn mit reinem Muskeltraining. Ernährung und Stressreduktion spielen dabei natürlich ebenfalls eine große Rolle.
Was also sind meine persönlichen Erfahrungen nach 30 Tagen Bouncing-Challenge?
Zunächst einmal, dass man nicht zu schnell zu viel erwarten und sich nicht entmutigen lassen darf. Bei mir war es bereits Woche drei, als ich erste, kleine Resultate bemerkte. Zuvor befürchtete ich schon, einem leeren Versprechen aufgesessen zu sein, wie es in Zeiten von Social Media eben passieren kann. Ich sprang ja nicht, sondern schwang nur, und das für nur maximal zehn Minuten pro Tag.
Tatsächlich verspürte ich etwas Ähnliches wie Muskelkater. Gewisse Alltagsaktivitäten, in denen Anstrengung gefordert ist, schienen leichter zu fallen – ich fühlte mich grundsätzlich vitaler. Schmerzen am Bewegungsapparat gingen zurück oder verschwanden ganz. Man muss sich dessen bewusst sein, dass das Trampolin keine Lösung für alles ist, aber doch ein Sportgerät mit unzähligen Benefits für Gesundheit und Fitness.
Hinzu kam die Freude an der Bewegung, und vor allem schaffte ich es diesmal, dranzubleiben. Das war ein Punkt in diesem Video, bei dem ich erst misstrauisch war: dass Menschen, die sich der Herausforderung hingaben, es gar nicht mehr erwarten konnten, täglich auf ihr Trampolin zu steigen. Nun, meine Skepsis schien unbegründet, denn das Trampolinschwingen ist mittlerweile eines meiner Tageshighlights.
In mir wächst der Verdacht, dass die Challenge nach dreißig Tagen nicht zu Ende ist, sondern erst der Anfang war …

Die größte Challenge wäre für mich, einen passenden Raum zu finden, wo ich so ein Trampolin aufstellen könnte. :)))
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Das ist mit meiner Körpergröße gar kein Problem. 😉
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Dann halte ich mal die Daumen, dass du länger als 30 Tage dran bleibst, denn die Ergebnisse hören sich ja wirklich gut an.
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Vielen Dank! 😄 Oja, mittlerweile bin ich ja außerhalb der Challenge aktiv und kann nur Positives berichten.
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🙂
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