Magst du es, eingekuschelt in deine Lieblingsdecke auf der Couch zu entspannen? Wenn das Handy auf lautlos geschaltet ist und die Welt draußen bleibt? Mach es genau so, frei von jeglichem schlechten Gewissen!
Du bist nicht faul, du bist nicht asozial und auch nicht langweilig. Das „Cocooning“ verrät mehr über dich, als du vielleicht denkst.
Studien aus der Sozialforschung zeigen einen Zusammenhang dieses Verhaltens mit emotionaler Reife und Intelligenz. Gern für sich zu sein, heißt nicht automatisch, die Gesellschaft anderer Menschen zu meiden, sondern bedacht mit seiner Energie zu haushalten. Man ist eben kein Fan von überfüllten Clubs, lauten, alkoholseligen Partys oder Treffen, bei denen Smalltalk über das Wetter, den Gesundheitszustand oder den neuesten Tratsch ausgetauscht wird. Ein gutes Buch, ein Filmklassiker oder einfach nur die eigene Gedankenwelt stimuliert, ja, erfreut einen mehr.
Vermeintliche Stille kann voll sein von Ideen, Erinnerungen, kleinen Tagträumen und kreativen Geistesblitzen. Auf einer überfüllten Tanzfläche oder am Stammtisch bleibt dafür vermutlich weniger Raum.
Braucht es wirklich laute Musik, grelle Lichter, Stimmengewirr und Drängelei? Muss man sich dem aussetzen, um sich gesellschaftlich einzubringen und kein Stubenhocker zu sein? Klingt es nicht herrlich gemütlich, in Jogginghosen die eigene Playlist zu hören, begleitet von einem leckeren Essen und der richtigen Gesellschaft?
Studien deuten darauf hin, dass die Belohnungssysteme in den Gehirnen von Personen, die sich im Rückzug wohler fühlen, oft „sensibler“ ausgeprägt sind – Lärm aller Art stellt daher einen eher unangenehmen Reiz dar. Während andere das Dopamin in Menschenmengen suchen, finden solche ihr Glück in ihrem Wohnzimmer, im ruhigen Beisein von niemandem außer ihnen selbst.
Dieser Zustand ist längst kein Außenseiterverhalten mehr; die Trendforschung nennt ihn „Cocooning“. In einer Welt voller Dauerstress, Beschallung und ständiger Überreizung kann so ein kleiner Kokon wahre Wunder für die mentale Gesundheit wirken, nebst dem Wohlfühlfaktor.
Vielleicht führt man sogar eine Art stillen Protest gegen die Lautstärke und den Beschuss, die da draußen herrschen? Ruhe und Frieden anstatt Dauerentertainment zu wählen, ist heute fast schon eine Superkraft.
Im Laufe der Geschichte hat sich immer wieder gezeigt, dass viele Kreative ruhige, zurückgezogene Menschen sind, die in ihren Räumen Großes erschaffen. In der Stille erfährt der Kopf Raum, in dem er sich entfalten kann.
Allerdings soll dies nicht so weit gehen, dass man gar nicht mehr vor die Tür gehen mag, sich nicht einmal mehr mit den Menschen treffen, die einem eigentlich lieb sind. Das Zuhause darf der schönste Ort der Welt sein, jedoch darf es nicht zum selbsterkorenen Gefängnis werden, das einen isoliert. Um das zu verhindern, braucht es allerdings keine Party – ein Spaziergang oder ein gemütlicher Kaffee mit einem vertrauten Menschen genügen voll und ganz. Wie immer geht es um die Balance.
Alles in allem verrät die Vorliebe für das „Cocooning“ etwas Schönes über einen: Man ist reflektiert genug, um Alleinsein nicht mit Einsamkeit zu verwechseln, erträgt die eigene Gesellschaft und mag sich selbst so sehr, dass man darauf verzichten kann, sich ständig abzulenken. Man ist unabhängig und schweigt lieber, als sich in Oberflächlichkeiten zu verlieren. Qualitäten, die in einer lauten Welt selten geworden sind. Und so profitiert am Ende sogar die Allgemeinheit von den „Einiglern“ – von jenen, die die Momente zu schätzen wissen, in denen sie sich selbst am nächsten sind.

Liebe Heidi,
besser und schöner hätte ich es nicht formulieren können. Ich liebe es allein zu sein und mich mit einem guten Buch oder einer guten Serie mit Decke auf dem Sofa einzukuscheln. Und ja, Allein sein wollen sollte nicht mit Einsamkeit verwechselt werden. Ich kann sehr gut alleine sein und sorge auch dafür allein und nur für mich zu sein. Ich brauche keinen überfüllten Kalender, um das Gefühl zu haben „zu leben“. Ich liebe es mir bewusst Zeit für mich zu nehmen. Ich liebe die Stille und Ruhe meiner eigenen vier Wände. Und doch liebe ich es ebenso, mich mit Freunden zu einem Spaziergang, einem Kaffee oder Kinobesuch zu treffen.
Mir ist die Welt oft zu laut, zu bunt und zu hektisch. Ich fühle mich nicht wohl in der Hektik der Gesellschaft. Und die besten Ideen habe ich stets, wenn ich allein bin. Sei es bei Meditieren, Malen oder stundenlangen Spaziergängen.
Ich kann auch gut damit leben, wenn jemand mir sagt: „Du bist ein Stubenhocker.“ Denn tief in mir weiß ich, dass ich das nicht bin. Gerne allein zu sein und die Stille und Ruhe der eigenen vier Wände zu genießen hat für mich nichts mit einem „Stubenhocker“ zu tun.
Viele Menschen können allein sein nicht aushalten und sie haben schnell Langeweile. Dabei finde ich, dass man unbedingt lernen sollte „Langeweile“ auszuhalten. Nichts tun und Müßiggang sind sehr verpönt in der heutigen Gesellschaft, dabei gibt es in meinen Augen kaum etwas wichtigeres als Müßiggang und Nichts tun. Es ist so unglaublich wohltuend einfach mal nichts zu tun und nur zu „sein.“
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Ganz herzlichen Dank für deine inspirierenden Worte, die meinen Beitrag wunderbar ergänzen. Liebe Grüße an dich. 💖
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Hallo liebe Heidi, Cocooning ist im Winter das Schönste für mich, neben kleinen Ausflügen in die eisige Natur zum Laufen oder Spazieren. Herzliche Grüße, Annette
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Das geht mir ganz genauso. Liebe Grüße an dich 🤗
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Bei dem Wetter ein besonderes Vergnügen 😃❄️🌨️☃️
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Liest sich wie ein sonntäglicher Ausschnitt aus meinem Leben. 😀
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Irgendwie wundert mich das gar nicht. 🤗💝
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😉👍
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Hier braucht es nicht mehr als ein Ja. ❤️
Liebe Grüße an dich!
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💝🙏 Liebe Grüße auch an dich!
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