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Nahrungsergänzung

Nahrungsergänzungsmittel – darüber wird aktuell eine Menge gesprochen. Auf der einen Seite von vielen empfohlen, auf der anderen als kluger Marketingschachzug abgetan. Und irgendwie scheint der Einwand auch berechtigt: Gesundheit aus der Kapsel, das soll helfen?

Theoretisch sollten wir uns die Nährstoffe, die unser Körper braucht, mittels Nahrungsaufnahme zuführen. Im indischen Ayurveda geht man davon aus, dass der Mensch keinerlei Medikamente benötigt, weil die Nahrung an sich die Medizin darstellt. Was wir ihm zuführen, daraus kann der Körper seine Zellen bauen. Die Frage, ob es besser ist, auf Biogemüse oder auf Junkfood zu setzen, beantwortet sich folglich von selbst. Wobei gegen Cheat Days natürlich nichts einzuwenden ist.

Nun hat sich auf dem Sektor des allseits bekannten „Von A bis Zink“ in den letzten Jahrzehnten einiges getan. Die Forschung steht nicht still. In Zeiten der industriell gefertigten Nahrung wird es schließlich immer schwieriger, die Tagesdosis an lebenswichtigen Vitaminen und Nährstoffen über das Essen aufzunehmen. Gesundheit geht über unseren Darm.

Nehmen wir zum Beispiel Vitamin D, das Sonnenvitamin – ein unerlässlicher Baustein für unser Immunsystem sowie die Knochenstabilität, das zudem eine tragende Rolle bei der Behandlung chronischer Entzündungen spielt. Die meisten Menschen haben zu wenig davon und helfen sich über die dunkle Jahreszeit mit Tropfen oder Kapseln. Das hat sich längst etabliert und wird von Ärzten verschrieben. Warum also sollte man nicht auch mit anderen Nährstoffen nachhelfen?

Vitamin C etwa scheidet der Körper blitzschnell wieder aus, da haben wir keine Speichermöglichkeit. Als Grippewaffe ist es allerdings unersetzlich.
Oder betrachten wir einmal Kurkuma, eines der bekanntesten Heilgewürze. In hoher Dosis leistet es ebenso erstklassige Dienste bei Entzündungen. Die kleine Prise, die wir dafür ab und zu in ein Gericht streuen, reicht allerdings nur selten aus. Obendrein entfaltet es seine besondere Wirkung erst in Kombination mit schwarzem Pfeffer. In Kapselform kein Problem – zumal so das perfekte Mischverhältnis gewährleistet wird.
Auch die Yams-Wurzel, die aus Mexiko stammt, sollten wir nicht außen vor lassen. Dabei handelt es sich um DIE Pflanze schlechthin für hormonelle Frauenbeschwerden wie PMS, Akne oder Wechseljahrerscheinungen. Zahlreiche positive Erfahrungsberichte legen davon Zeugnis ab.

Marie Reynolds, eine bekannte Wellness- und Hautexpertin aus London, ist eine Vorreiterin auf diesem Gebiet. Sie propagiert die Einnahme von sogenannten Probiotika. Das sind lebende Mikroorganismen, die helfen, die Darmflora gesund zu halten. Auf dieser Basis lässt sich mit weiteren Nahrungsergänzungen hervorragend aufbauen.
Dr. Barbara Sturm, die man eigentlich aus der Orthopädie kennt, hat bald erkannt, dass Entzündungen der Haut denen von Gelenken nicht unähnlich sind und sich daher auch mit gleichen Mitteln bekämpfen lassen. Auch sie empfiehlt Nahrungsergänzungsmittel.

Was ich für wichtig halte, ist, dass man nicht beginnt, wahllos Kapseln einzuwerfen, nur weil die Werbung sie als Weg zur ewigen Jugend oder Garanten für Gesundheit bis ins hohe Alter anpreist. Dazu gehört schon ein wenig mehr: eine grundsätzlich ausgewogene Ernährung, Stressvermeidung und moderater Sport beispielsweise.

Der Markt ist groß. Es ergibt durchaus Sinn, hier mit einem individuellen Plan zu arbeiten. Lasst also vor der Einnahme eine Nährstoffanalyse machen und bringt in Erfahrung, ob ihr gewisse Präparate überhaupt benötigt. Achtet beim Kauf außerdem auf Qualität. Mit Sicherheit existiert auch gute Supermarktware, aber letzten Endes bieten Apotheken, Reformläden und seriöse Onlineshops wahrscheinlich doch die besseren Produkte. Vor allem, weil die Kapseln meist nicht ganz günstig sind, sollte sich der Effekt schon rechnen.

Was diese Kapseln der chemischen Medikamentenkeule voraushaben, ist die Tatsache, dass hier eher selten mit Folgeschäden oder Nebenwirkungen zu rechnen ist. Da müsste man schon grob überdosieren. Die Chancen auf der anderen Seite sind kaum zu übersehen. Wenn man mit einem Blutbefund und ohne sich von Werbeslogans locken zu lassen, an die Sache herangeht, kann man seinem Körper also bestimmt viel Gutes tun.

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