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Intuitiv Sport betreiben

Im Laufe der Jahre hat sich mein Bewegungsverhalten immer wieder verändert. Vom Reiten kam ich zum Tanzen, von Yoga zu Qi Gong, und dazwischen hüpfte ich auf dem Trampolin – jede Sportart schien dann aktuell die effektivste und beste zu sein.

Aber ich habe die Rechnung ohne meinen Körper gemacht. Eines Tages passte ihm das Tanzen nicht mehr. Dann sollte ich wegen meines Auges nicht auf meinem Bellicon hüpfen. Yoga schien plötzlich meinen Ischias mehr als meine Faszien zu erreichen – und dann war wieder alles anders. Was war da los?

Ich hatte einmal von „intuitivem Essen“ gehört, was für mich durchaus Sinn ergibt. Man isst, wonach der Körper verlangt, und zwar dann, wenn er es tut. Und nicht, weil Mittag ist oder man gerade einen grünen Smoothie trinken SOLLTE.
Warum also das ganze nicht auf den Sport umlegen?
Auch hier zeigt der Körper genau, was er will. Er wird immer der beste Ratgeber sein, was unseren Umgang mit ihm betrifft. Je älter wir werden, desto sensibler und empfindlicher wird auch er. Er zeigt uns deutlich Grenzen auf, aber ebenso Wohlbehagen, wenn wir ihm geben, was er gerade mag und braucht.
Manches wird mit der Zeit schwieriger werden, das ist völlig in Ordnung. Man darf anpassen, angleichen, sich neue Herausforderungen suchen.

Meiner Meinung nach sollte man davon wegkommen, den Körper schinden und „auspowern“ zu wollen. Da klingt Sport ja wie eine Strafübung.
Bewegung darf sich gut anfühlen!
Der Muskelkater ist nicht das Ziel, eher sollte die Freude auf das nächste Mal dominieren.

Hört in euch rein, was euer Körper heute gerne machen würde, und wenn es täglich etwas anderes ist – auch in Ordnung.
Zerrt nicht an ihm, verlangt ihm nicht ab, was er nicht gerne gibt – gebt auf ihn Acht. Er wird es euch danken.

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