Serien-&Filmtipps

Filmtipp: „HER“

„Her“ ist ein Film aus dem Jahr 2013 mit Joaquin Phoenix in der Hauptrolle und Scarlett Johansson als Computerstimme Samantha.

Im Los Angeles der Zukunft lebt der hochsensible Theodor, der nach seiner Scheidung eher ungern die Wohnung verlässt. Er schreibt auf Auftrag gefühlvolle Briefe für Menschen, weswegen er die meiste Zeit an seinem Computer verbringt. Er installiert ein neues Betriebssystem und macht Bekanntschaft mit Samantha, einer sanften Frauenstimme, die sich fortan mit ihm unterhält und ihm (virtuell) all seine Wünsche erfüllt. Schließlich verlieben sich die beiden ineinander und es stellt sich die Frage, ob das funktionieren kann. Ein Mensch und eine Maschine? Der Film transportiert das Thema in einer nahezu entrückten Atmosphäre.

Die Faszination für künstliche Intelligenz besteht unbestritten. Heute ist es normal, mit „Alexa“ und „Siri“ zu kommunizieren. Ich will nicht wissen, in wie vielen Menschen sie Zuneigung erwecken. So ein elektronischer Partner ist natürlich äußerst kompatibel mit unseren Befindlichkeiten: Er ist da, wenn WIR das wollen, und auf unseren Wunsch auch wieder weg. Er übt keine ständigen Reize aus, wie Menschen das tun. Er agiert nicht, sondern reagiert nur, hat selbst keine Wünsche und auch keine Kritikpunkte. Genau das macht ihn aber auch zur Maschine. Menschen können damit nicht dienen – als fühlende Wesen haben sie Ansprüche, Wünsche, Sehnsüchte und eigene Befindlichkeiten.

Wenn artfremde Wesen sich uns nähern und dann noch mit uns sozialisieren, sind wir entzückt. Menschen, die von Begegnungen mit Menschenaffen oder Delphinen berichten, haben ein Leuchten in den Augen. Oder was ist mit der ewigen Neugier (oder womöglich sogar Sehnsucht?) nach weiterem Leben im All? Künstliche Intelligenzen scheinen uns daran zu erinnern. Weil der Mensch ein soziales Wesen ist, will er Verbindung herstellen – auch zur KI.

Es reizt der Gedanke, etwas Großes zu erschaffen. Zum Beispiel Roboter, die Menschen immer ähnlicher werden. Genießt es unsere Spezies nicht von jeher, Gott zu spielen? Bleibt zu hoffen, dass sie aufpasst, dass ihre Kreationen den Schöpfer nicht eines Tages an Möglichkeiten überholen. Dazu hätte ich einen weiteren Filmtipp: „Ex Machina“.
Bedenkt jedoch, dass dieses etwas verstörende, aber brillant inszenierte Kammerspiel Alexa in Zukunft ein wenig unheimlich wirken lassen könnte …

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