Gedankensplitter

Ankommen

Je öfter man sich fragt, wie lange eine Reise noch dauert, desto endloser erscheint sie.

Zunächst einmal kennt man das von Kindern auf dem Rücksitz eines Autos, das sich inklusive Eltern gen Urlaubsziel bewegt. Je häufiger sich der Spross erkundigt, desto weiter entfernt wirkt der Ankunftsort auch für die Eltern.

Warum müssen wir ständig das Gefühl haben, endlich anzukommen? Gibt es unter uns noch solche, die den Weg genießen können, auf den es ja eigentlich ankommt?

Irgendwo angekommen zu sein, das hat in der Gesellschaft Bedeutung – egal ob im Job, bei den Reichen oder im Hafen der Ehe. Dort oben (oder wo auch immer) ankommen und fertig? Bleibt nicht stets das Verlangen, sich persönlich weiterzuentwickeln? Kaum ist man an einem Ziel angelangt, formuliert sich doch just an dieser Stelle ein neues.
Der Mensch ist nicht für Stillstand gemacht. Trotzdem beschwert er sich unentwegt über das Tempo des Fortgangs.

Auch ich bin auf der Reise, Träume und Ziele vor Augen, ab und zu verschwommen, manchmal zum Greifen nah, dann wieder beängstigend weit entfernt – und auch ich quengle gelegentlich wie das Kleinkind auf der Rückbank.

Allen Schwierigkeiten und Stürmen zum Trotz werde ich weiterwandern. Einfach, weil ich Lust darauf habe und neugierig bin. Ich lasse mich gern herausfordern.

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