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Der „Seelenlandeplatz“ im Wandel …

Nächstes Jahr feiert der „Seelenlandeplatz“ seinen 10. Geburtstag. In einem Jahrzehnt entwickelt der Mensch sich weiter, davon gehe ich einmal grundsätzlich aus.
Ich habe dies zum Anlass genommen und ein wenig reflektiert, mir meine ganz frühen Beiträge durchgelesen. Manches wirkt wie aus der Zeit gefallen, erstaunlich veraltet, ja, überholt. Wie so viele war auch ich eine Suchende, abgelenkt von diversen Außeneinflüssen.

Meiner Intuition folgend begann ich vor ein paar Tagen, aufzuräumen. Diverse Kategorien werden demzufolge nicht mehr stattfinden, wie z. B. Zeitungsartikel, Beautytipps oder Zitate.
Wenn mir heute ein Artikel oder ein Zitat unterkommt und etwas in mir anstößt, dann bastele ich daraus einen vollständigen Beitrag, in dem ich meine Gedanken oder Schlüsse festhalte.
Beautytipps halte ich mittlerweile für problematisch, weil wir diese Branche im Gesamten kritisch hinterfragen sollten, und deshalb wird es die nicht mehr geben. Werbung, die es zu ignorieren gilt, kriegt ihr alle genug.

Eine interessante Beobachtung war, dass ich genau im Jahr 2020 anfing, mir mehr als sonst über gesellschaftliche Entwicklungen Gedanken zu machen. Zum ersten Mal traf ein Ausnahmezustand uns so frontal und in einem so gewaltigen Ausmaß, dass man gar nicht anders konnte. Plötzlich hatte jeder eine Meinung – ob solides Hintergrundwissen vorhanden war, spielte erst einmal keine Rolle.
Ich wage zu behaupten, dass Themen, die es wert sind, genauer darauf zu blicken, seitdem nicht weniger geworden sind, und deshalb habe ich eine neue Kategorie ins Leben gerufen: GESELLSCHAFT.
Viele meiner alten Texte sind da hineingewandert, und mein Gefühl sagt mir, dass denen noch einige mehr folgen werden. Mein Fokus hat sich verschoben in den letzten zehn Jahren. An vielen Stellen sehe ich mich heute nicht mehr, dafür haben sich ganz neue Perspektiven aufgetan. Damals beschäftigte ich mich viel mehr mit mir selbst, mit zwischenmenschlichen Beziehungen, mit meinem „inneren Kind“ und anderen Schlagwörtern zur Selbstoptimierung. Da auf diesen Gebieten heute weitgehend Ruhe eingekehrt ist, blieben genug Ressourcen übrig, mich dringlicheren und wichtigeren Themen zu widmen. Endlich, will ich fast sagen. Es reicht mir nicht mehr, einfach „Tagebuch“ zu schreiben.
An dieser Stelle betone ich ausdrücklich, dass es in meinen Beiträgen rund um die Entwicklungen und Dynamiken des Systems und der Gesellschaft ausschließlich um persönliche Gedanken geht, um Beobachtungen meinerseits. Ich nehme Abstand von missionarischer Meinungsbildung, „absoluten“ Wahrheiten und generell von Behauptungen. Einen Standpunkt jederzeit zu revidieren, so sich neue Erkenntnisse auftun, sollte selbstverständlich sein.

Und dann wären da noch die Liebe, die Poesie, die Philosophie, die Kunst und die menschliche Psyche – Themen, die mich nach wie vor bewegen, neugierig machen und begeistern.
„Heidi schreibt über Liebe“, „Schlüssellochmomente“, alle Rubriken der „Landeplätze“ oder meine „Gedankensplitter“ bleiben dem Blog natürlich erhalten.
Aus den vorhin erwähnten „Beautytipps“ entstand eine ebenfalls neue Kategorie, die ich für weit sinnvoller halte: GESUNDHEIT UND WOHLBEFINDEN.
Denn um in dieser Welt bestehen zu können, ihr entschlossen, offen, aber auch kritisch entgegenzutreten, braucht es beides. Wenn wir gut für uns selbst sorgen, können wir verantwortungsvolle Mitmenschen werden.
Es braucht Mut zu neuen Gedanken, eine Offenheit, die nicht von Angst überschattet wird, und die Liebe, aber nicht in ihrer romantisierten Form. Das sind erst einmal die Basissäulen für ein soziales Miteinander, auf denen man aufbauen kann.

Ein Kommentar zu „Der „Seelenlandeplatz“ im Wandel …

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