In meinen „Schlüssellochmomenten“ nehme ich euch auf eine kleine Reise durch die Welt der atmosphärischen Bilder, die ich durch lyrischen Ausdruck zu malen versuchte, mit. In Auszügen aus Kurzgeschichten, die ich im Laufe der Jahre zu meinem eigenen Vergnügen schrieb, will ich bloß einen flüchtigen Moment des Einblicks gewähren – und euch damit anregen, euren eigenen Gedanken freien Lauf zu lassen und den Moment weiterzuspinnen …
Erfüllt mit einem inneren Lächeln freute sie sich dem Konzert entgegen, wo sie ihrem Alltag zu entfliehen vermochte, eintauchen würde in die Sphäre von Musik und Traum. Wovon genau sie träumte, das lag verschwommen vor ihr – vielleicht als Ahnung?
Sie tauchte vollkommen ab – wieder einmal.
Fischte in den Gewässern von Freiheit, inneren Räumen und Bildern. Nichts konnte sie weiter und intensiver entführen als Musik. Sphärische Klänge drangen an ihre Ohren, vertraute Melodien aus längst vergangenen Tagen ließen unbeschwerte Erlebnisse mit ihrem Vater vor ihrem geistigen Auge auftauchen, die erste Liebe – ein einziger Fotostreifen aus Erinnerung. Sie fühlte sich aufgehoben und geborgen in seiner Klangwelt.
Nach solchen Erlebnissen war sie gern für sich, schwamm in ihrer eigenen Weite, ließ die Türen jedoch ein wenig offen, damit das Leben Platz fand, Wunder einzulassen.
