Gedankensplitter

Von Vision und illusion

Es geht nicht darum, die Vergangenheit zu löschen, sondern die Gegenwart nicht ständig an ihr zu messen. Visionen und Träumen dürfen bleiben. Sie MÜSSEN bleiben. Im besten Fall dürfen sie sich entfalten – ohne unser andauerndes kontrollierendes Zutun.

Wir müssen verstehen, dass „Sicherheitsmaßnahmen“ und die Annahme, unser Eingreifen würde Dinge antreiben oder verhindern, die wahre Illusion ist. Zumindest bis zu einem gewissen Punkt.
Wir sprechen gern vom freien Willen, geben uns dem Gedanken hin, dass dem keine Grenzen gesetzt sind. Tatsächlich kann freier Wille bereits da enden, wo der eines anderen Menschen beginnt. Würde die Idee des freien Willens einfach so funktionieren, gäbe es ausschließlich „glückliche“ Menschen, die alles haben.
Ich würde mehr auf Fokus, eine gewisse Disziplin und Fleiß setzen, garniert mit dem Glauben an einen Traum. Aber man sollte sichergehen, dass dieser auch der eigene ist: Träumt ihn die Seele oder vielleicht doch der Nachbar, die Eltern oder unsere Identität, die wir uns erschaffen haben?

Das Streunen in einer vermeintlich besseren Zukunft verhindert die Annahme des Augenblicks oder die Hingabe an denselben. Sich dann zu beschweren, das Leben habe einen übersehen oder biete keine Möglichkeiten ist nicht gerechtfertigt und keinesfalls die Schuld des Lebens.

Dieses will nämlich fließen.
Gern in Richtung Traum.

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