Gedankensplitter

Von der Kunst, sich selbst zu lieben

Der folgende Text könnte einigen von euch bekannt vorkommen; ich habe ihn vor drei Jahren schon einmal veröffentlicht. Da er aber nie an Aktualität eingebüßt hat und mittlerweile mehr Menschen meinen Blog lesen, habe ich beschlossen, ihm noch einmal eine Bühne zu geben.
In der letzten Zeit durfte ich wieder erkennen, wie wichtig es ist, bei sich zu bleiben, egal, welchen Veränderungen, Wellengängen und Situationen man ausgesetzt ist. Das Leben, die Menschen – alles ist unberechenbar, deshalb sollte man vor allem sich selbst nie verlieren. Aber nicht nur das, man sollte sich auch den eigenen Träumen und Vorstellungen (Erwartungen?) nicht unreflektiert ausliefern, immer einen gewissen Spielraum lassen für Unvorhergesehenes.
So habe ich erkannt, dass der beste Weg sein kann, nichts zu forcieren, aber auch nichts zu verhindern. Ich schau mir neugierig und mit Vorfreude an, was das Leben mir bieten will, heiße willkommen, was da sein will – mit mir selbst als bester Gefährtin.
Vielleicht findet auch ihr einen Satz oder auch nur ein Wort darin, das euch dazu ermuntert, verspielt und ohne Druck allen Abenteuern zu begegnen.

VON DER KUNST, SICH SELBST ZU LIEBEN

Wahrscheinlich die schwierigste all unserer Lebensaufgaben und dennoch die wichtigste: Das Erlernen der Selbstliebe – der Schlüssel zum Seelenfrieden und, ja, vielleicht sogar zu persönlichem Glück.

Ich warte nicht mehr, bis das Leben anfängt, denn das Leben ist jetzt.

Wenn keine Schutzbegleitung da ist, kein Problem. In mir drin bin ich in Sicherheit.

Ich lasse mich nicht mehr vom Außen aus der Bahn werfen. Mein Innenleben ist bunt, herzlich und weiß zu begeistern.

Wenn sich gerade niemand für mein Leben interessiert, dann erzähle ich die unendlich vielen Dinge, die mir einfallen, einfach mir selbst – als Gute-Nacht-Geschichten.

Ich werde meinen Selbstwert nicht an der Anzahl der Nachrichten in der Mailbox messen. Mein Herz hatte schon Wert, als es diese Dinge noch nicht einmal gab.

Ab und zu will ich dann aber eine Stunde mit meinem besten Freund telefonieren. Das kostet mehr Zeit als Geld und ist deshalb wertvoller. Klar, ich könnte auch jeden Tag im Kaffeehaus sitzen und Klatsch und Tratsch austauschen, aber dann wäre es umgekehrt: Ich bräuchte mehr Geld und verschwendete kostbare Zeit mit Nichtigkeiten.

Ich bin keine Discoqueen und Menschenansammlungen können mir gestohlen bleiben. Meine Fantasiewelt ist weitläufiger als jede Partymeile dieser Welt.

Sollte ein lieber Mensch bei mir reinschneien und mit mir auf einen spontanen Wochenendtrip fahren wollen, dann bin ich dabei. Mein kleiner Koffer ist schnell gepackt, denn ich versuche, mit leichtem Gepäck zu reisen. Auch im Leben.

Selbst wenn es keine Urlaubsreise gibt, mit meiner Decke, meinem Hund und einem guten Buch habe ich jeden Abend Ferien.

Lottospielen interessiert mich nicht, ich habe noch nicht einmal all meine inneren Reichtümer entdeckt.

Wenn man ein Treffen mit mir absagt, dann suche ich im Garten nach Elfen, frage sie, ob sie mir ein Blumenkleid leihen und spiele stattdessen mit ihnen.

Der Mensch, der gerne bei mir ist und ich, die ich gerne bei ihm bin, wir teilen kostbare Lebenszeit und werden uns umarmen.

Allein bin ich nie. Ich habe immer mich selbst … aber wie oft sage ich mir selbst ab?

Heute werde ich mich einfach einmal selbst abholen und schauen, was daraus entstehen mag …

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