In meinen „Schlüssellochmomenten“ nehme ich euch auf eine kleine Reise durch die Welt der Fantasie und der atmosphärischen Bilder, die ich durch lyrischen Ausdruck zu malen versuchte, mit. In Auszügen aus Kurzgeschichten, die ich im Laufe der Jahre zu meinem eigenen Vergnügen schrieb, will ich bloß einen flüchtigen Moment des Einblicks gewähren – und euch damit anregen, euren eigenen Gedanken freien Lauf zu lassen und den Moment weiterzuspinnen …
Die Straßenbahn stoppte ihre Fahrt an einer Haltestelle im 6. Bezirk, nahe einer der berühmtesten Einkaufsstraßen Wiens. Der Blick einer Passagierin fiel aus dem Fenster und da standen sie, wie aus dem Boden gewachsen – die Brüder. Ihr Anblick erschien wie aus der Zeit gefallen, die Schulzeit gefühlt Lichtjahre entfernt. Dieses mysteriöse Dreieck, in dem beide in sie verliebt gewesen waren und sie in beide.
Die Männer waren in etwas vertieft, was der ältere in Händen hielt.
Das Herz der Frau begann zu klopfen. Wie lange hatte sie die beiden nicht gesehen? Am liebsten wollte sie an die Scheibe schlagen, auf dass sie sie bemerken würden. So aber hatte sie nur beide Handflächen und ihre Stirn an das Fenster gelegt und beobachtete die Szenerie. Minuten, Stunden? Sie hatte jegliches Zeitgefühl verloren, hoffte, dass wenigstens einer von ihnen aufschauen würde. Aber sie taten es nicht.
Irgendwann fuhr die Bahn wieder an. Sie drehte den Kopf so lange, bis die Männer nur mehr ein kleiner Punkt in der Ferne waren. Damit entschwanden sie ihrem Blick und ihrem Leben.
Für die nächsten zwanzig Jahre.

Und Dann? 🙂
So Geschichten machen mich neugierig.
Grüße & einen guten Morgen Dir, Reiner.
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Tja, dann …
DAS überlasse ich deiner Fantasie. War ja nur einer kleiner Schlüssellochblick! ; )
Herzliche Grüße!
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Gefällt mir sehr gut, die Geschichte. 🙂👍
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Freut mich richtig sehr. 😉
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Ein wundervoller und doch auch trauriger Schlüssellochmoment. Und doch kommt die Frage auf: Was passiert in 20 Jahren? Wird sie dann aussteigen oder wird sie wieder weiterfahren? Und wird es dann wieder 20 Jahre dauern bis sie sie wiedersieht?
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Diese Fragen, die du dir stellst, sind durchaus von mir gewollt. 😉
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Ich hoffe nicht das diese Geschichte in der „Ich Form“ geschrieben wurde, denn wenn, wird es dieses „Ich“ noch länger begleiten und zwar, warum stand es nicht auf!
Grüessli Ranjan
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Kryptisch. 😉 Aber ja, diese Möglichkeit besteht natürlich …
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