Kurzgeschichten

Kurzgeschichte „Bergwelten“

Ich habe viele Kurzgeschichten geschrieben. Es erfüllt mich mit Freude, die Fantasie fliegen zu lassen und sie mit realen Elementen und teilweise Erlebtem zu vermengen. Noch dazu kann ich der lyrischen Ausdrucksweise freien Lauf lassen, poetisch werden und atmosphärische Bilder erzeugen.

Heute möchte ich euch einen kleinen Auszug aus „Bergwelten“ präsentieren, dem noch weitere folgen werden. Gleichzeitig eröffne ich damit die neue Kategorie „Kurzgeschichten“, welche sich unter „Gedankensplitter&Poesie“ finden lässt.

Wenn er von „seiner“ Natur sprach, von den Bergen und Seen, dann wollte man sich aufmachen – dahin, wo sein Herz anscheinend ein Zuhause gefunden hatte.
Sie selbst war auf der Suche nach diesem besonderen Ort, der keine Wohnungen und Zäune meint, sondern der Platz oder auch der Mensch ist, wo man ausatmet und verharrt, weil man sich angekommen fühlt.

Inmitten dieser unsteten Seelenregung hörte sie seine Musik zum allerersten Mal. Ihr Herz machte seine Kammern weit auf, ließ ihn hinein mit all seinen Tönen.
Aufmerksam folgte sie der Linie seines Mundes beim Singen, seinen langen, schlanken Fingern, die über die Gitarrensaiten flogen. Direkt zu ihr zu fliegen schienen. Etwas in ihr begann zu summen und zu schwingen, brachte Farbe in ihre Wangen und fühlte sich nach Leben an.

Wann immer es ihr möglich war, besuchte sie eines seiner Konzerte. Nicht, weil sie fanatisch war – die Phase jugendlicher Schwärmerei hatte sie längst hinter sich gelassen – sondern weil sie sich in seiner Musik wiederfand, ihrem eigenen kreativen Universum näher.
Die Frau in ihr suchte und fand den Mann in ihm. Zusammen verloren sie sich in der Tiefe.

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