Qi Gong Teil 2

Ich habe euch bereits die Basis des Qi Gong vorgestellt, heute möchte ich das Thema ein wenig erweitern, denn das Feld ist viel größer als man glaubt.

Als Teil der traditionellen chinesischen Medizin kann man es getrost als eine Form der östlichen Heilgymnastik bezeichnen, natürlich ganz anders, als wir es hierzulande von der klassischen Physiotherapie kennen. Auf keinen Fall würde ich es unter die Sport/Fitnessschiene einreihen. Qi Gong hat auch meditativen Charakter und wirkt deshalb weit in die Psyche hinein.

Durch eine Lern-DVD  von Mimi Kuo-Deemer, eine Engländerin mit chinesischen Wurzeln, habe ich diverse Techniken gelernt, die ich je nachdem, was meine Intuition mir sagt, das ich brauche, anwende.  (DVD: Qigong Box Set for Health, Vitality&Balance by Mimi Kuo-Deemer)

Die „8 Brokate“ sind manchen schon ein Begriff, die sich mit Qi Gong beschäftigt haben. Das sind 8 Übungen für innere Kraft und Energie im Fluss. Warum „Brokate“? Aufgrund der anmutigen Bewegungsabläufe werden sie mit der Schönheit und Kostbarkeit von Brokatstoff verglichen. (Quelle: Wikipedia)

Mimi Kuo-Deemer bietet weiters die „Eighteen Forms“ an, im Deutschen werden sie auch die „18 Übungen der Harmonie“ genannt. Es wird ausschließlich im Stehen geübt, man braucht keine Utensilien, keine Hilfsmittel, man übt einzig mit dem eigenen Körper als Hebel. Die Übungen sind einfach in der Koordination, und sie sehen aus, als würde man tanzen. Was mir besonders gut daran gefällt.

Qi Gong stellt einen engen Bezug zur Natur und ihren Elementen her, es gibt also auch ein „Fünf-Elemente-Qi Gong“, in dem man jedem Element eine Übung widmet, das wiederum einem Organ in unserem menschlichen Körper entspricht, welches dadurch angeregt wird. Sind die fünf Elemente in einem in Balance, dann fühlt man sich geerdet, stabil, einfach wohl.

Weiters gibt es Qi Gong für die Meridiane, dieses enthält nicht nur Übungen, sondern auch Selbstmassagen, Ausstreichungen der Extremitäten, Klopfmassagen auf Akupunkturpunkten und Ähnliches.

Was ich auch als besonders ruhe- und kraftspendend empfinde ist das „Mudra-Qi Gong“. Mudras sind Yogastellungen der Finger, vielen, die Yoga machen, sind sie bekannt. In dieser speziellen Übungsform werden sie mit dem Qi Gong verbunden, was ein Extra an Entspannung und Meditation gibt. Dies ist die ruhigste und langsamste aller Varianten, besonders gut geeignet, wenn man viel mentalen als auch physischen Stress hat.

Qi Gong wurde mittlerweile auch in den Büroalltag für Menschen, die viel am PC sitzen, adaptiert. Dies sind Kombinationssequenzen aus oben genannten Formen, die einfach auf dem Bürostuhl zu erlernen sind. Da ich sehr viele Menschen behandle, die eine sitzende Tätigkeit ausüben, freue ich mich schon darauf, dass ich sie mit meinem erworbenen Wissen, welches ich wunderbar in die Physiotherapie einweben kann, auf eine ganz neue Art und Weise behandeln darf.

Wie in sovielen Bereichen im Leben ist Vielfalt und Verbindung bereichernd.

(Fotoquelle: http://www.taichi24.co.uk/tai-chi-qi-gong-18-shibashi)

 

 

 

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