Von der Kunst, sich selbst zu lieben

Wahrscheinlich die schwierigste all unserer Lebensaufgaben und dennoch die wichtigste, ist die Selbstliebe doch der Schlüssel zu allem, was wir uns alle unter „Reichtum und Glück“ vorstellen. Dazu folgende Zeilen.

Ich warte nicht mehr, bis das Leben anfängt, denn das Leben ist jetzt.

Wenn keine Schutzbegleitung da ist, macht nichts, in mir drin bin ich in Sicherheit.

Ich lasse mich nicht mehr vom Außen aus der Bahn werfen. Mein Innenleben ist bunt, herzlich und begeisterungsfähig.

Wenn sich gerade niemand für mein Leben interessiert, dann erzähle ich die unendlich vielen Sachen, die mir einfallen, einfach mir selbst als Gute-Nacht-Geschichten.

Ich werde meinen Selbstwert nicht an den Meldungen aus der Mailbox messen. Mein Herz hatte schon Wert, als es diese Dinge noch nicht einmal gab.

Ab und zu will ich dann aber eine Stunde mit meinem besten Freund telefonieren, kostet mehr Zeit als Geld und ist deshalb wertvoller. Ich könnte auch jeden Tag im Kaffeehaus sitzen und Klatsch und Tratsch austauschen, aber das wäre dann umgekehrt – ich bräuchte mehr Geld und verschwendete kostbare Zeit mit Nichtigkeiten.

Ich bin keine Discoqueen und Menschenansammlungen können mir gestohlen bleiben, denn meine Fantasiewelt ist weitläufiger als jede Partymeile dieser Welt.

Sollte ein lieber Mensch bei mir reinschneien und mit mir auf einen spontanen Wochenendtrip fahren wollen, dann bin ich dabei. Mein kleiner Koffer ist schnell gepackt, denn ich versuche, mit leichtem Gepäck zu reisen. Auch im Leben.

Selbst wenn es keine Urlaubsreise gibt, ich habe mit meiner Decke, meinem Hund und einem guten Buch jeden Abend Ferien.

Lottospielen interessiert mich nicht, ich habe noch nicht einmal all meine inneren Reichtümer entdeckt.

Wenn man mir ein Treffen absagt, dann werde ich im Garten Elfen suchen, fragen, ob sie mir ein Blumenkleid leihen und bei ihnen mitspielen.

Der Mensch, der gerne bei mir ist und ich bei ihm und wir kostbare Lebenszeit teilen, wir werden uns umarmen.

Allein bin ich nie. Ich habe immer mich selbst, aber wie oft sage ich mir selbst ab?

Heute werd ich mich einfach selbst abholen und etwas Nettes für den Tag planen …

(Foto. H.K. 2016)

7 Gedanken zu “Von der Kunst, sich selbst zu lieben

  1. Wunderbar, dass Du das einmal so schön aufgeschieben hast.
    Nur zu leicht vergisst man solche Leitsätze immer mal wieder. Dann ist es gut, wenn man in seinen eigenen Erinnerungen nachlesen kann. 😉

    Ganz liebe Grüße,
    Z. ((@))

    Gefällt 1 Person

  2. Grüß dich, deine Gedankengänge sind ja sehr inspirierend. Eine Lobrede an sein Selbst. Die Freiheit sich Selbst zu sein, mit Genuss ohne Zweifel. Sich selbst mehr wert, als man sich selbst zu gestehen möchte, so dann und wann.
    Lottospielen Nein, weil ich die eigenen Reichtümer noch nicht kenne. Mit Elfen spielen, wenn Besuch ausbleibt. Deiner Phantasie scheint keine Grenze und deinem Selbst keine Minderwertigkeit bekannt. Genial und zum mitnehmen geschrieben.
    Lg Robert

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s