Das Ölziehen

Die ayurvedische Methode des Ölziehens hat wie jede alternative Heilanwendung Anhänger und Skeptiker, die es als Unsinn abtun. Wie in sovielem auf diesem Gebiet verlasse ich mich da auf meine persönlichen Erfahrungen, bevor ich auf die Meinung anderer höre, teste es über Monate oder bei bestimmten Beschwerdebildern aus, und dann fälle ich mein eigenes Urteil.

Da ich es auf meinem Blog vorstelle, ahnt ihr sicher schon, dass es sich für mich bei so manchem Unding bewährt hat.

Ich habe es angewendet bei akut beginnenden Halsschmerzen, einem lästigen Schnupfen, bei Magen (Reflux?) beschwerden, bei einem von einem Medikament (Antibiotika) kommenden weißen Zungenbelag, nach Zahnbehandlungen etc – Effekt: immer positiv und auch erfolgreich. Meine Halsschmerzen, die ja in 99% der Fälle nur der Vorbote von Schlimmerem sind, waren in vier Tagen Geschichte – OHNE lästigen Anhang. Der Belag nach drei Tagen weg. Dazwischen mache ich es einfach für die Hygiene der Mundhöhle. Angenehmer Nebeneffekt: es macht Zähne ohne Bleaching weißer, vor allem, wenn man es mit Kokosöl macht. (mein Liebling – schon alleine wegen des Geschmacks!)

Was ist denn nun das Ölziehen? Man nehme morgens auf nüchternem Magen einen Esslöffel von einem hochwertigen Öl, das kann eben Kokos- , Oliven-, Sesam- oder Sonnenblumenöl sein, das Öl behält man mindestens 15 Min im Mund, bewegt es hin und her, zieht es durch die Zahnreihen, lässt es in die Backen fließen, über die Zunge bis zum Gaumen und wieder zurück, dazwischen lässt man es auch einfach nur in der Mundhöhle ruhen.

In dieser Zeit bindet es Giftstoffe, Bakterien und anderes, das im Mund und in weiterer Folge im menschlichen Organismus nichts verloren hat. Unser Mund ist Anlaufstelle Nummer 1 für weitere Infektionen der Atemwege bzw des Verdauungsapparates. Es folgt der Logik, dass die Reinigung der Mundhöhle, die über das gewöhnliche Zähneputzen hinausgeht, hier einen wertvollen prophylaktischen Beitrag leisten kann. Die Dauer von mindesten 15min sollte nicht unterschritten werden, da es solange braucht, damit das Öl alle schädlichen Stoffe an sich bindet – und es wird dringend empfohlen, dieses Gemisch aus Speichel und Öl danach in ein Tuch zu spucken und im Hausmüll zu entsorgen und bitte nicht ins Waschbecken oder WC, um zu verhindern, dass die gebundenen Toxine in den Wasserkreislauf gelangen.

VOR dem Ölziehen sollte man die Zunge mit einem Zungenreiniger (erhältlich in jedem Drogeriemarkt) behandeln und DANACH mehrmals mit warmem Wasser spülen und sich die Zähne putzen. An dieser Stelle sei ausdrücklich erwähnt, dass Ölziehen kein Ersatz ist für klassische Zahnreinigung mit Bürste und Seide!

Nun ein paar gesundheitliche Bereiche, in denen ihr mit dem Ölziehen tolle Effekte erzielen könnt:

Zahnfleischentzündungen, Zahnfleischbluten, Karies, Mundgeruch, Halsschmerzen, Erkältungskrankheiten, Mundtrockenheit und rissige Lippen, Erkrankungen des Magen – Darm – Traktes, Migräne, Erkrankungen der inneren Organe, Ekzeme, Akne, Schuppenflechte uvm.

Ein kleiner Tipp: bei akuten Erkrankungen oder Pilzen kann man dem Löffel Öl einen Tropfen Grapefruitkernextrakt hinzufügen!

Probiert es aus, könnt ihr an euch keine Wirkung feststellen, dann hat es euren Körper zumindest nicht mit Nebenwirkungen belastet!

 

8 Gedanken zu “Das Ölziehen

      1. Liebe Heidi, die ersten Sekunden waren schon sehr gewöhnungsbedürftig, bis die Mischung flüssig wurde – und dann die 15 Minuten sehr lange. Aber wenn es hilft 🙂 danke für Deinen Tipp. Wie oft kann/sollte man das machen?

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      2. Ich weiß 😉 der Anfang war eine Überwindung. Gehs langsamer an, probiere mal 5 Minuten, dann steigern. achja, das sollte ich rein nehmen, am effektivsten in der Früh auf nüchternen Magen! Viele machen es täglich, ich nach Bedarf. Die 20 min vergehen schneller wenn du was dagei machst, duschen etc…😊

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  1. Bin jeden Tag dabei – und obwohl ich ES immer noch nicht mag, genieße ich die anschließende Sauberkeit im Mund und fühle mich herrlich frisch. Mache Dir ein sonniges Wochenende, liebe Heidi

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