Atemlos

„Das Leben sollte nicht an der Anzahl der Atemzüge gemessen werden, sondern an den Momenten, die uns des Atems berauben.“

War ich ganz dieser Meinung.
Für mich war das Plateau immer uninteressant, kein Hoch, kein Tief, Nulllinie –   ganz schlimmes Lebens -EKG sozusagen.

Heute weiß ich es besser. In meiner Mitte zu sein, bedeutet höchstes Glück für mich.
Es verbraucht geringstmögliche Energie für maximalen Effekt inklusive tieferem Glücksempfinden.
Nie hätte ich für möglich gehalten, dass ich alles viel mehr wahrnehme in mir und um mich, wenn die Wogen nicht hochgehen, sondern das Leben mich umplätschert wie ein ruhiger See. Dann ist man nämlich nicht damit beschäftigt, sich vor den Fluten zu retten, sondern kann achtsam beobachten.

Habe Perfektionsansprüche ans Glück etwas niedriger geschraubt und lasse dem Moment seinen Raum, um sich zu entfalten.
Was nicht heißt, dass ich schlafend an der Hausmauer lehne und ab und zu in die Sonne blinzle, vielmehr würde ich sagen, ich lebe ganz im Augenblick und brauch nicht viel zur Zufriedenheit. Mich in mir wohlfühlen reicht meistens schon.

In dem Augenblick, in dem ich aufgehört habe, dem Leben andauernd  meine Präsenz zeigen zu müssen: hallo vergiss mich nicht! – genau DA hat es mich bemerkt, aber wie.

Ich träume davon, mir diesen Zustand bewahren zu können, auch wenn Sturm aufkommt. Denn dann ist nicht nötig, dass einem gleich die Luft wegbleibt…eine kleine „Wow“ Sekunde genügt…

(Foto H.K. 2007)

 

2 Gedanken zu “Atemlos

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