Grau ist Silber

Keine Angst vor Novembertagen. Das Wetter, wenn es mal grau tragen will, kommt ein wenig unbeliebt daher. Wie schade, dass Menschen der Witterung im Außen weit mehr Beachtung schenken als der in ihrem Inneren. Einfach mal lächeln an einem Nebeltag, wenn die Tröpfchen einem ins Gesicht sprühen, den buntesten Mantel anziehen und im kuscheligen Kaffeehaus einen warmen Tee genießen.
Manchmal mag sich die Sonne eben ihre Wolken wie eine Stola umlegen, um auf Grande Dame zu machen, verdeckt, mysteriös und unnahbar.
Wie stilvoll, wie fantastisch mondän!

Die Dinge immer nur schwarz-weiß betrachten, ist einseitig, dazwischen liegt nämlich eine mächtige Zone der Schattierungen.
Menschen, die immer wieder zwischen Euphorie und Tal schwanken, wissen darum, wie entspannt und auf eine zufriedene Art glücklich die Grauzone macht. Sie hat einen viel zu langweiligen Ruf, für manche Menschen gleicht sie glatt der EKG Nulllinie. Dabei glaube ich, in Wahrheit ist sie unser natürlichster Geisteszustand des einfachen „Seins.“

Was soll ich sagen, bevor ihr das nächste Mal euer hartes Urteil über die kleine Schwester der Farbe Schwarz fällt, bedenkt, dass Grau bloß unpoliertes Silber ist.
Und schon funkelt es. 🙂
🍁☀️🌥️🌦️
#seelenlandeplatz

(Foto, H.K. 2007)

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