Im Augenblick

…findet Leben statt. Nirgends sonst, weder in der Vergangenheit, noch in der Zukunft, sondern jetzt.

In den Schriften Senecas findet sich dazu folgendes:

„Der größte Verlust für das Leben ist die Verzögerung, sie raubt uns die Gegenwart, während sie Fernliegendes in Aussicht stellt. Das größte Hemmnis des Lebens ist die Erwartung, die sich an das Morgen hängt und das Heute verloren gibt. Wonach streckst du die Arme aus? Alles, was da kommen soll, liegt im Ungewissen. Jetzt, auf der Stelle, erfasse das Leben!“

Wieviel Lebenszeit vergeuden wir mit Hängen an Vergangenem und Angst vor der Zukunft? Als an allen Ecken versicherter Mensch der westlichen Welt wollen wir das natürlich auch auf die Dinge projizieren, auf die wir wenig bis keinen Einfluss haben. Wir wollen die Zukunft durch Kontrolle in die Gegenwart ziehen, um möglichst nicht negativ überrascht zu werden. Vorhersehbarkeit und Angst vor Veränderung gaukeln uns Sicherheit vor, wenn auch eine auf recht wackeligen Beinen.

Wir betreiben alle ab und zu ganz gern das Wechselspiel zwischen überzogenen Erwartungen oder hocken andererseits stur im Tunnel und weigern uns, den Blick zum Ausgang zu heben.

Ein bisschen mehr SEINlassen würde uns vielleicht gut tun –  dastehen und schauen, was der Augenblick zu bieten hat.

Meistens geschieht einem da nämlich sowieso grad nichts Schlimmes…

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