Yogakarten

Mein Weg zu „meinem“ Yoga war auch kein schnurgerader. Ich bin nämlich der Meinung, dass es für jeden Menschen, der es praktizieren will, auch einen individuellen Trainingsweg gibt. Den gilt es nun zu finden, denn es ist schade, wenn man damit aufhört, weil es irgendwie nicht in den Alltag passt, egal ob vom Anstrengungslevel oder aus Zeitnot. Und um vielleicht die eine oder den einen von euch zu inspirieren – das war mein Weg.

Angefangen habe ich mit einem Kurs bei einem Lehrer – sehr empfehlenswert, wenn man Anfänger ist. Man lernt, worauf es ankommt, was es zu beachten gilt, kriegt ein Rüstzeug in die Hand. Hat aber den Nachteil (also für mich war es einer, manche brauchen ihn), dass man zu einem fixen Zeitpunkt jede Woche am gleichen Ort erscheinen muss. Engte mich ein und war für mich schwer machbar.

Daraufhin habe ich es mit DVDs probiert. Das hab ich dann gleich wieder gelassen, fand vieles zu hektisch, war nicht mein Tempo oder meine Art zu üben und die ewig gleichen Ansagen der Yogalehrerinnen raubten mir irgendwann den Nerv und machten ein Versinken in die Stellung nahezu unmöglich.

Wie sooft kam mir der Zufall zu Hilfe. Ich stand im Zeitschriftenladen und mein Blick fiel auf einen Frauenzeitung, der vorne ein Stapel Yogaübungskarten angeheftet war. Bingo!

Ich habe mit dem kleinen Kartendeck gestartet, nun konnte ich üben wann ich will, so lange ich will, in meinem Tempo und mit den Übungen, die mir entsprachen.

Dabei blieb es natürlich nicht, und bald darauf bekam ich zum Geburtstag ein richtig schönes, professionelles Kartenset inklusive Buch geschenkt. Die Karten sind nun nach Farben sortiert, wenn man jeweils eine aus einer Farbe zieht, hat man ein perfektes Übungsprogramm, das alle wichtigen Stellungen für den Körper beinhaltet. Ich wechsle alle 4 Wochen die Karten, damit schließlich immer andere Muskelgruppen angesprochen werden. Nicht zu vergessen, dass jede Übung auch ihre ganz spezielle Wirkung auf den Geist hat.
Auf dem Foto seht ihr mein Kartendeck, ich mag es sehr.

Als Therapeutin kann ich nicht genug betonen, wie wichtig es ist, sich regelmäßig zu bewegen, auf eine gesunde Art und Weise. In dem Fall braucht ihr auch nicht mehr als eine Matte und bequeme Kleidung, nicht mal teure Schuhe. Noch dazu seid ihr wetterunabhängig und bereits 20 Minuten am Tag bringen Effekt. Kein Stress, dass ihr euch verbiegen müsst wie Shaolin Mönche – jedem Körper sein Yoga, folgt ihm, keinem Vorbild, er leitet euch weise.

Yoga zahlt sich auf jeden Fall aus, es ist erstaunlich, wie der Körper sich verändert, wenn er der geistigen Entspannung folgt. Wie von selbst formt er sich zum besten Modell, das er sein kann. Ganz ohne Workout.

Dafür mit viel Seele.

(Foto: H.K. 2017)

 

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