Der heilige Körper

Hör auf dein Herz. Hör auf deinen Verstand. Nein, hör doch lieber auf dein Bauchgefühl. Schlagwörter, die ständig um einen sind.

Am besten ist, du achtest darauf, was dein Körper dir sagt. Das Herz fliegt mit den ungebremsten Emotionen, oft höher und leidenschaftlicher, als ihm gut tut, der Verstand ist nicht neutral, kann er sich doch schwer Zweifeln und Grübeleien entziehen. Dein Bauchgefühl, auch Intuition genannt, verwechselt oft Instinkt mit Angst.

Niemals betrügen wird dich dein Körper. Wenn du bei dir bist, wenn du ruhig atmest, wenn du darauf achtest, wie er sich fühlt, dann weißt du auch, was zu tun ist.

Wenn du in der Balance bist, dann ist es auch dein Körper, er drückt sich erst durch Schmerz oder Unwohlsein aus, wenn du deine seelischen Grenzen längst überschritten hast. Er wird dein bester Arzt und treuester Wegweiser sein.

Erde dich, hör am meisten auf deinen Körper, er ist der Spiegel deiner Seele. Ganz besonders wichtig ist dies für sensible und hochsensible Menschen. Über ihren Körper können sie sich am besten erden und abgrenzen. Ihre Seele ist dazu nicht immer in der Lage.

Natürlich sind Herz, Hirn und Instinkt wichtig – nimm sie auf jeden Fall mit ins Boot, doch dein Körper ist ein Wunderwerk, dein heiliger Tempel, den du bewohnst. Geh sorgsam mit ihm um, und vor allem: hör ihm zu, er spricht zu dir, nicht laut und aufdringlich, das macht er erst, wenn du an ihm oder deiner Seele Raubbau treibst.

Am schönsten hat es wohl Christian Morgenstern getroffen:

„Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.“

(Foto: H.K. 2007)

 

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